Berlin (dpa) - Eine deutliche Mehrheit der niedergelassenen Ärzte will ihre Praxen aus Protest gegen die Krankenkassen schließen. Das habe eine Urabstimmung unter den Medizinern ergeben, verlautete aus Kreisen der Ärzteschaft.

Die Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung ermahnte streikbereite Ärzte, Schwerstkranke von Protesten auszunehmen. «Es wäre für uns nicht zu akzeptieren, wenn Schwerstkranke auf einem Anrufbeantworter ihres niedergelassenen Arztes landen», sagte Vorstand Eugen Brysch in Berlin.

Sterbende und schwerstpflegebedürftige Patienten bräuchten weiterhin eine optimale Schmerztherapie und die Behandlung ihrer Symptome. «Deshalb müssen die Ärzte Patienten der Pflegestufe 2 und 3 oder in der Sterbebegleitung ausdrücklich aus dem Streik heraushalten.»