Berlin (dpa) - Das US-Konsulat in Berlin ist teilweise geräumt worden, nachdem mehrere Menschen plötzlich über Atemwegprobleme geklagt hatten. Gegen 11.00 Uhr habe ein Mann mit vermutlich albanischer Staatsangehörigkeit in der Visa-Stelle seinen Pass vorgelegt, sagte ein Polizeisprecher der dpa.

Daraufhin sei einer Mitarbeiterin plötzlich schlecht geworden. Die Feuerwehr sprach von einer ominösen Substanz. Ursprünglich hieß es in Sicherheitskreisen, dass eine verdächtige Sendung im Konsulat eingegangen war.

Die Ermittler überprüfen den Vorfall auch im Zusammenhang mit den gewalttätigen Übergriffen in Libyen und Ägypten. Dort war es in dieser Woche zu heftigen Protesten wegen eines US-Films gekommen, der den Propheten Mohammed verunglimpft. Unter anderem kam der US-Botschafter in Libyen ums Leben.

Das Konsulat wurde vorsorglich abgesperrt. Spezialkräfte des Landeskriminalamtes (LKA) untersuchen die Räume. Eine Person musste wegen der Atemwegprobleme medizinisch versorgt werden.