Sanaa (dpa) - Gewalttätige Demonstranten haben am Donnerstag die US-Botschaft im Jemen gestürmt. Die Behörden meldeten, zwei Angreifer seien getötet worden, als Wachleute die Protestierenden vor dem Botschaftsgebäude in Sanaa zurückdrängten. Zehn Menschen erlitten nach diesen Angaben Verletzungen.

Ein Teilnehmer der Demonstration sagte, die Wachleute hätten mehrere Schüsse abgefeuert. Die Protestierenden hätten Autoreifen angezündet. Mit Holzlatten zertrümmerten sie das Panzerglas im Eingangsbereich.

Die gewaltsamen Proteste richteten sich gegen ein islamfeindliches Video, das von einem Privatmann in den USA produziert worden war. Darin wird der Prophet Mohammed als Mörder, Kinderschänder und Frauenheld dargestellt. Im Islam ist die Darstellung Gottes oder des Propheten Mohammed verboten.

Lokale Medien meldeten, Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi habe sein Bedauern über die Gewalt ausgedrückt. Die Demonstranten hätten sich verantwortungslos verhalten, sagte er.

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