Paris (dpa) - Die Fusionspläne zwischen dem europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS und seinem britischen Konkurrenten BAE Systems haben noch nicht die Zustimmung des französischen EADS-Großaktionärs Arnaud Lagardère.

Bevor die Lagardère-Gruppe grünes Licht für ein solches Projekt gebe, müssten alle möglichen Konsequenzen geprüft worden sein, ließ der Unternehmer und EADS-Chefkontrolleur am Donnerstag mitteilen. Das Projekt sei dem EADS-Verwaltungsrat noch nicht vorgelegt worden.

EADS und BAE Systems hatten am Vorabend bestätigt, über einen Zusammenschluss zu verhandeln. Dabei würde ein neuer europäischer Rüstungsgigant entstehen, der den US-amerikanischen Rivalen Boeing beim Umsatz nicht nur überholen, sondern sogar deutlich abhängen würde.

Laut BAE würde EADS 60 Prozent der Anteile erhalten. Geplant ist, dass die französische, deutsche und britische Regierung jeweils Sonderaktien erhalten, um ihre Interessen in dem sensiblen Rüstungsbereich zu wahren.