Dortmund (dpa) - Borussia Dortmund macht auf der Suche nach der Form vergangener Meistertage beträchtliche Fortschritte. Beim 3:0 (2:0) über Bayer Leverkusen im Spitzenspiel der Fußball-Bundesliga spielte die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp phasenweise groß auf.

Das Team blieb zum 31. Mal in Serie ohne Niederlage. Vor 80 645 Zuschauern im ausverkauften Signal Iduna Park sorgten Mats Hummels (29.), Jakub Blaszczykowski (39.) und Robert Lewandowski (79.) am Samstag für den verdienten Sieg des Titelverteidigers und eine gelungene Generalprobe für das Champions-League-Spiel drei Tage später gegen Ajax Amsterdam. Dagegen mussten die in der vergangenen Spielzeit auswärtsstarken Leverkusener die bereits zweite Saisonschlappe in der Fremde hinnehmen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel, die als Schirmherrin der Integrationskampagne «Geh Deinen Weg» auf der Tribüne saß, bekam von Beginn an eine stürmische Borussia zu sehen. Auch ohne 17-Millionen-Einkauf Marco Reus, für den überraschenderweise Mario Götze in der Startelf stand, erspielte sich der Gastgeber durch Marcel Schmelzer (3.) und Blaszczykowski (5.) zwei frühe Möglichkeiten. Von diesem Druck befreite sich Leverkusen jedoch nach wenige Minuten und setzte selbst Akzente nach vorn. Bei Chancen von Stefan Kießling (13.) und Gonzalo Castro (17.) wirkte die BVB-Abwehr für kurze Zeit wenig sattelfest.

Doch gerade als sich die Gäste anschickten, mehr Kontrolle über das Spiel zu gewinnen, schlug der BVB eiskalt zu. Nach Ecke des zuletzt in der Nationalmannschaft kritisierten Schmelzer stand Innenverteidiger Hummels ganz allein und köpfte den Ball aus kurzer Distanz ins Tor. Diese Führung beflügelte den Meister. Nur zehn Minuten später sorgte eine polnische Co-Produktion für das 2:0. Die mustergültige Flanke von Lukasz Pisczek nutzte Blaszczykowski per Direktabnahme zur verdienten 2:0-Pausenführung.

Nach Wiederanpfiff ließen es die Dortmunder gemächlicher angehen, kontrollierten aber weiterhin die Partie. Doch mit der Einwechslung von Reus in der 60. Minute wurde das Spiel wieder lebhafter. So war der BVB bei einem Kopfball von Neven Subotic einem weiteren Treffer nahe. Wenig später beseitigte Lewandowski alle Zweifel. Sein Kopfball nach Freistoß von Blaszczykowski versetzte den Leverkusenern bereits elf Minuten vor Schluss den Knockout.