Karaganda (dpa) - Die deutschen Frauen setzen ihren Weg zur Fußball-Europameisterschaft 2013 in Schweden unbeirrt und torhungrig fort.

Obwohl die Mannschaft von Bundestrainerin Silvia Neid bereits vor der Partie ihre EM-Teilnahme sicher hatte, nahm sie auch ihr vorletztes Qualifikationsspiel in Kasachstan ernst und gewann leicht und locker mit 7:0 (3:0).

In Karaganda eröffnete erneut Celia Okoyino da Mbabi, die schon beim 17:0-Rekordsieg im Hinspiel viermal getroffen hatte, in der 8. Minute den Torreigen. Die weiteren Treffer für die hoch überlegene DFB-Auswahl erzielten Viola Odebrecht (33.), erneut Okoyino da Mbabi (42.) per Kopf sowie Anja Mittag (55.), Bianca Schmidt (63.), Martina Müller (86.) und Lena Goeßling (88.) nach der Pause.

Am kommenden Mittwoch empfängt das deutsche Team in Duisburg die Türkei zum Qualifikationsabschluss. Dem ungeschlagenen EM-Titelverteidiger Deutschland ist der Sieg in der Gruppe 2 mit nun 25 Punkten aus neun Spielen bei einem Torverhältnis von 54:3 nicht mehr zu nehmen.

Bundestrainerin Neid bot gleich sieben Spielerinnen vom Bundesligisten 1. FFC Frankfurt in der Startelf auf. Ihre glänzende Form bestätigte Sturmspitze Okoyino da Mbabi. Die Angreiferin aus Bad Neuenahr wirbelte unterstützt vom flexibel agierenden Offensivtrio im Mittelfeld fast nach Belieben und hätte in ihrem 69. Länderspiel noch mehr als zwei Tore erzielen können.

Auf der «Sechs» krönte die Wolfsburgerin Odebrecht, die nach dem Wechsel für Annike Krahn Platz machte, ihre gute Leistung mit dem zweiten Länderspieltor im 41. Einsatz. Nach Okoyino da Mbabis Schuss an den Pfosten schob Odebrecht den Abpraller zur 2:0-Führung ein. Kim Kulig feierte nach gut einer Stunde ihr Comeback im DFB-Dress nach 14 Monaten Verletzungspause.

Die deutsche Defensive um die nach einer langwierigen Knieverletzung zurückgekehrte Stammtorhüterin Nadine Angerer verlebte vor nur rund 250 Zuschauern im Schachtjor-Stadion einen gemütlichen Abend und wurde vom Weltranglisten-71. überhaupt nicht gefordert. Allein die Chancenauswertung gegen die Kasachinnen, die sich meist mit zehn Spielerinnen hinten einigelten, gab Anlass zur Kritik.

Beim Gastgeber konnte sich Torhüterin Alexandra Grebenjuk nicht über Mangel an Arbeit beklagen. Sie verhinderte mit einigen guten Paraden eine noch höhere Niederlage. So fiel der deutsche Erfolg längst nicht so hoch aus wie vor elf Monaten.

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