Düsseldorf (dpa) - Der Essener Aluminium-Hersteller Trimet muss für 2011 erstmals einen Verlust melden.

«Nach der Havarie des Atomkraftwerks im japanischen Fukushima im März 2011 und der darauf folgenden Abschaltung mehrerer AKWs in Deutschland sind die Strompreise schlagartig angestiegen, und wir haben mit weiter stark steigenden Strompreisen gerechnet», sagte Alleininhaber Heinz-Peter Schlüter der «Wirtschaftswoche». «Dagegen haben wir uns mit Stromlieferverträgen abgesichert, die sich dann aber als zu teuer herausstellten.» Der Strompreis ist in letzter Zeit gesunken.

Schlüter sagte, die Versicherungsprämie habe sich letztlich als zu hoch erwiesen und das Unternehmen so viel Geld gekostet. Dies habe «unter anderem dafür gesorgt, dass wir für 2011 zum ersten Mal in der Firmengeschichte einen Verlust vermelden müssen, im mittleren zweistelligen Millionenbereich». Der Trimet-Konkurrent Norsk Hydro hatte hingegen kürzlich angekündigt, sein teils still gelegtes Werk in Neuss bei Düsseldorf wieder hochzufahren.

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