Frankfurt/Main (dpa) - Nach zuletzt zwei schwächeren Handelstagen hat sich der deutsche Aktienmarkt zur Wochenmitte moderat ins Plus vorgearbeitet. Am Nachmittag lag der Leitindex Dax nach einem wenig inspirierten Handelsverlauf mit 0,25 Prozent im Plus bei 7366 Punkten.

Mit Rückenwind aufgestockter Anleihekäufe durch die Bank of Japan war er zuvor fester in den Handel gestartet, bevor ihm dann aber über weite Strecken die Luft ausging. Der MDax legte nur knapp um 0,08 Prozent auf 11 095 Punkte zu, und der TecDax lag mit plus 0,09 Prozent bei 812 Punkten.

Chefhändler Matthias Jasper von der WGZ Bank verwies darauf, dass der Markt zuletzt stark gestiegen war und daher nun nicht mehr groß vom Fleck komme. In der Spitze war der Dax seit Monatsbeginn um mehr als sieben Prozent gestiegen. «Anleger waren zuletzt sehr optimistisch gestimmt und so ist eine mehrtägige Konsolidierung durchaus möglich», sagte der Experte. «Die Rahmenbedingungen für den Aktienmarkt sind aber so gut wie lange nicht mehr», betonte Jasper.

Vorne dabei im Leitindex waren die Finanzwerte: Nach einem wechselhaften Handelsverlauf lagen die Titel der Deutschen Bank zuletzt mit plus 1,87 Prozent auf 33,005 Euro an der Spitze. Infineon-Aktien sackten dagegen als größter Dax-Verlierer um 1,82 Prozent ab. Laut Händlern setzten die Chiptitel damit ihre Korrekturbewegung der vergangenen Tage fort.

Volkswagen-Aktien legten ferner 1,18 Prozent zu, nachdem das Landgericht Braunschweig erste Klagen gegen Porsche im Zusammenhang mit dem Übernahmekampf mit VW abgewiesen hat. Die Titel der Dachgesellschaft des Sportwagenbauers schnellten daraufhin um fast acht Prozent hoch. Das Urteil gibt Händlern zufolge wichtige Hinweise für weitere Verfahren, die zum Teil auch den Wolfsburger Autobauer betreffen.

Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,32 Prozent am Vortag auf 1,30 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,23 Prozent auf 133,56 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,27 Prozent auf 139,74 Punkte. Der Kurs des Euro fiel: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3002 (Dienstag: 1,3054) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7691 (0,7661) Euro.