Berlin (dpa) - Der Entwurf des neuen Armuts- und Reichtumsberichts sorgt für Ärger zwischen Wirtschafts- und Arbeitsministerium. Die wichtigsten Daten und Fakten in Kurzform:

- Die Schere zwischen Arm und Reich wird größer: Einkommen und Vermögen sind in Deutschland zunehmend ungleich verteilt.

- 10 Prozent der Haushalte vereinen 53 Prozent des gesamten Nettovermögens auf sich (beruhend auf den Zahlen von 2008).

- Die untere Hälfte der Haushalte besitzt nur 1 Prozent des Nettovermögens.

- Zwischen 1992 und 2012 hat sich das Nettovermögen der privaten Haushalte von knapp 4,6 auf rund 10 Billionen Euro mehr als verdoppelt.

- Westdeutsche Haushalte haben im Schnitt ein Immobilien- und Geldvermögen von etwa 132 000 Euro, im Osten sind es rund 55 000 Euro. Der Abstand ist aber geringer geworden.

- Das Einkommen von Vielverdienern ist gestiegen, die unteren 40 Prozent der Vollzeitbeschäftigten mussten nach Abzug der Inflation Verluste hinnehmen.

- Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ging zwischen 2007 und 2011 von 1,73 Millionen auf 1,06 Millionen oder um fast 40 Prozent zurück.

- Deutschland hat aktuell die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit in der Europäischen Union.

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