Gelsenkirchen (SID) - Am Sonntag ist der größte Zahltag des Jahres im deutschen Trabrennsport: Insgesamt 500.000 Euro werden auf der Bahn in Gelsenkirchen ausgeschüttet, 400.000 davon alleine im Grand Prix de l'U.E.T., dem Europa-Derby der Vierjährigen. Der Kampf um die Siegprämie von 200.000 Euro in dem Rennen über 2600 Meter findet allerdings ohne ein deutsches Pferd statt, nachdem Lobell Countess im Vorlauf in Paris-Vincennes gescheitert war. Am Start sind zwölf europäische Spitzen-Gespanne, die sich in vier Vorläufen in Paris und im schwedischen Solvalla qualifiziert hatten.

Für die deutsche Note sorgt Rekord-Champion Heinz Wewering (Berlin). Der 29-malige deutsche Meister steuert den französischen Hengst Up and Quick, für den ursprünglich der Franzose Eric Raffin als Fahrer vorgesehen war. "Für so ein bedeutendes Rennen überhaupt ein Pferd zu bekommen, ist schon eine Auszeichnung", freut sich Wewering, Gewinner von mehr als 16.600 Rennen. Wewering hatte den Vierjährigen-Klassiker 1995 in München-Daglfing für sich entschieden, damals ebenfalls als Ersatzfahrer.

Als Favorit geht in Gelsenkirchen der als Wunderhengst geltende Brad De Veluwe mit seinem finnischen Trainer Tuomas Korvenoja ins Rennen. Von seinen 22 Auftritten gewann der Hengst 19, verdiente dabei beachtliche 679.300 Euro. Brad De Veluwe hält außerdem mit 1:09,7 Minuten den Weltrekord für Vierjährige auf 1000-m-Bahnen. Mit Spannung wird das Duell mit dem französischen Spitzen-Hengst Unique Quick mit Trainer Franck Leblanc im Sulky erwartet. Zum Kreis der Sieganwärter zählt auch Univers de Pan mit Trainer Philippe Daugeard.