Bamberg (SID) - Die Brose Baskets Bamberg haben zum vierten Mal den Champions Cup gewonnen. In der heimischen "Frankenhölle" setzte sich der Double-Gewinner gegen ratiopharm Ulm nach Verlängerung mit 102:98 (85:85, 43:37) durch und holte den ersten Titel der Saison. Nach Meisterschaft und Pokal gewann Bamberg auch den Champions Cup zum dritten Mal in Serie. Damit gingen im Basketball die letzten neun nationalen Titel allesamt nach "Freak City".

Die Neuzugänge Bostjan Nachbar (26 Punkte) und Sergerio Gipson (21) waren beim schwer erkämpften Sieg die besten Werfer der Franken. Bei Ulm zeigten sich John Bryant (27), wertvollster Spieler (MVP) der abgelaufenen Bundesliga-Saison, und Steven Esterkamp (15) treffsicher.

Die Gäste schafften es zum dritten Mal in Folge nicht, die Titelserie der Bamberger zu beenden. In der vergangenen Saison war Ulm im Pokal-Halbfinale an den Franken gescheitert, in der Play-off-Finalserie setzte es ein 0:3. Auch das Hin- und Rückspiel in der Liga waren verloren gegangen.

Bambergs Coach Chris Fleming, der das erste Pflichtspiel der neuen Saison als "Probelauf" für den Bundesliga-Auftakt am Mittwoch sah, konnte mit seiner personell stark veränderten Mannschaft nur streckenweise zufrieden sein. Der Seriensieger trat zu Hause nicht so dominant auf wie gewohnt und musste in die Verlängerung. Erst drei Sekunden vor Schluss machte John Goldsberry mit zwei verwandelten Freiwürfen alles klar.

Eigentlich treffen beim 2006 eingeführten Champions Cup der Meister und der Pokalsieger aufeinander. Da die Bamberger aber auch in diesem Jahr beide Titel geholt hatten, war Ulm als Vizemeister nachgerückt.

Das Team von Trainer Thorsten Leibenath tritt im ersten Bundesligsspiel am Mittwoch (17.00 Uhr) bei den Phantoms Braunschweig an. Bamberg erwartet am ersten Spieltag zeitgleich die Eisbären Bremerhaven.