Hannover (dpa) - Neue Vorwürfe gegen Christian Wulff: Als niedersächsischer Ministerpräsident soll er persönlich um Gelder bei Siemens geworben haben. Es sei um die Finanzierung eines Films seines Freundes David Groenewold gegangen, berichtet der «Spiegel».

Auf dpa-Anfrage wollten sich weder Wulffs Anwalt Gernot Lehr noch Groenewolds Anwalt Christian-Oliver Moser zu den Vorwürfen äußern. Beide verwiesen auf das seit Februar laufende Ermittlungsverfahren.

Die Staatsanwaltschaft Hannover bestätigte dpa, dass «in die Richtung» ermittelt werde. Eine Unterstützung im Zusammenhang mit der Finanzierung des Films werde geprüft. Die Behörde ermittelt wegen Vorteilsannahme gegen Wulff und prüft, ob er als Regierungschef in Hannover politische Entscheidungen mit privaten Kontakten in unzulässiger Weise vermischte. Dabei geht es um einen gemeinsamen Urlaub mit Groenewold.