New York (SID) - Die nordamerikanische Eishockey-Profiliga NHL und die Spielergewerkschaft NHLPA haben im Zuge des Tarifstreits ihre dreitägige Verhandlungsrunde abgeschlossen. Bei dem Treffen in der Ligazentrale in New York wurden allerdings auch am Sonntag keine Kernprobleme besprochen, die den aktuellen Lockout der Spieler herbeigeführt haben und die komplette NHL-Saison 2012/2013 bedrohen. Auch ein Termin für ein nächstes Treffen wurde nicht vereinbart.

"Wir haben nicht über die wirtschaftlichen Probleme gesprochen, obwohl wir das geplant hatten", sagte NHLPA-Sonderberater Steve Fehr am Ende einer fünfstündigen Sitzung: "Lediglich einige Sicherheitsfragen, die Durchführung von Dopingkontrollen und die medizinische Versorgung wurden diskutiert." Im Streit um die Aufteilung der jährlichen Einnahmen der Liga, die in der letzten Spielzeit bei 3,3 Milliarden Dollar lagen, klafft weiterhin eine große Lücke zwischen den beiden Parteien. Der alte Vertrag war am 15. September ausgelaufen, woraufhin die Teams ihre Spieler ausgesperrt hatten.

Durch den Arbeitskampf ist der für den 11. Oktober geplante Saisonstart nicht mehr zu halten. Bereits in den Spielzeiten 1994/95 und 2004/05 hatten sich Liga und Spielergewerkschaft nicht auf einen Arbeitsvertrag einigen können. Beim ersten Lockout fiel nur ein Teil der Saison ins Wasser, 2004/05 wurde die gesamte Spielzeit abgesagt.