Paris (dpa) - Die Fusionspläne zwischen den europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzernen EADS und BAE Systems stoßen nun auch in Frankreich auf offenen Widerstand.

Der französische EADS-Großaktionär Arnaud Lagardère bezeichnete die derzeitigen Rahmenbedingungen des Projekts am Montagmorgen als unbefriedigend. Es sei nicht klar, welcher Mehrwert für EADS entstünde. Die Fusionspläne müssten deswegen von der EADS-Führung schnellstmöglich überarbeitet werden, forderte Lagardère. Ziel müsse es sein, die Interessen der französischen Anteilseigner besser zu wahren.

Die Lagardère-Gruppe besitzt rund 7,5 Prozent der EADS-Stimmrechte. Sie liegen zusammen mit einem 15-Prozent-Anteil des französischen Staates bei der Dachgesellschaft Sogeade. Bislang war vor allem aus Deutschland Kritik an den Fusionsplänen gekommen. Die Bundesregierung kritisierte unter anderem die Standortgarantien als nicht belastbar.

Lagardère-Mitteilung