Dortmund (SID) - Scharf kritisiert hat Klub-Boss Hans-Joachim Watzke vom deutschen Fußball-Meister Borussia Dortmund das Engagement eines Scheichs beim nächsten Champions-League-Gegner Manchester City (Mittwoch, 20.45 Uhr/ZDF und Sky). "Ich würde ihn nicht einmal empfangen", sagte der 53-Jährige in einem Interview im Fachmagazin kicker.

"Vielleicht würde in einem anderen Klub der eine oder andere weich werden. Nur: Was ist, wenn sich der Scheich - wie in Malaga - wieder verabschiedet? Dann wird es kritisch", ergänzte Watzke.

In Manchester hat die Abi Dhabi United Group unter der Führung von Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan seit 2008 rund 900 Millionen in die Citizens investiert, etwa 62 Millionen allein in personelle Verstärkungen im Sommer. Am Ende der vergangenen Saison gewann Manchester erstmals seit 1968 wieder eine englische Meisterschaft, die insgesamt dritte der Vereinsgeschichte. Ziel ist jedoch der Gewinn der Champions League.

Schon in den vergangenen Monaten hatte sich Watzke als Gegner des Mäzenatentums und Verfechter des von der Europäischen Fußball-Union (UEFA) eingeführten Financial Fairplay mehrfach zu Wort gemeldet. Die von UEFA-Präsident Michel Platini angekündigten Strafen für Klubs, die sich nicht an die Haushaltsvorgaben halten und ab der Saison 2014/15 bis zum Ausschluss aus der Champions League bzw. Europa League führen sollen, müsse man auch konsequent anwenden, forderte Watzke.

Genannt hatte der BVB-Chef als Beispiel unter anderem Paris St. Germain und Manchester City, das zuletzt einen Jahresverlust von 228 Millionen Euro eingefahren habe, der vom Hauptanteilseigner aus Abu Dhabi ausgeglichen worden sei.