Berlin (dpa) - Der SPD-Vorstand berät in Berlin über die Nominierung von Peer Steinbrück als Kanzlerkandidat für die Bundestagswahl 2013. Bei der Abstimmung wird mit einer klaren Mehrheit für den früheren Finanzminister gerechnet.

Auch Parteilinke erklärten vor der Sondersitzung des Vorstands, sie wollten sich nicht gegen Steinbrück sperren. «Es gibt nur noch einen Kandidaten. Damit hat sich die Sache erledigt», sagte die Sprecherin der Parteilinken, die Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis. Endgültig soll Steinbrück auf einem Wahlparteitag am 9. Dezember in Hannover zum Herausforderer von Bundeskanzlerin Angela Merkel bestimmt werden.

Demgegenüber zeichnet sich beim Renten-Konflikt in der SPD noch keine endgültige Entscheidung ab. In zwei Arbeitsgruppen soll nach Wegen gesucht werden, wie eine Absenkung des Niveaus bei der Alterssicherung auf 43 Prozent verhindert werden kann. Parteichef Sigmar Gabriel hatte vergangenen Woche angekündigt, dieser Punkt werde bereits bei der Sitzung am Montag grundsätzlich geklärt. Nun soll über das endgültige Konzept voraussichtlich erst bei dem kleinen Parteitag am 24. November in Berlin entschieden werden.

Mitglieder Parteivorstand

Rede Gabriel zu Steinbrück-Nominierung

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