Berlin (SID) - Der Streit um die deutsche Sportförderung zwischen dem Deutschen Tischtennis-Bund (DTTB) und dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) scheint zu eskalieren. Der DTTB wirft dem deutschen Dachverband vor, ihn bei den den anderen Sportarten diskreditieren zu wollen und dabei stillos vorzugehen.

"Wenn der DOSB öffentlich unterstellt, der Deutsche Tischtennis-Bund wolle zwischen 'guten' und 'schlechten' Sportarten unterscheiden, ignoriert er unsere ihm schriftlich vorliegende Argumentation und will damit offensichtlich den deutschen Tischtennis-Sport bei den anderen Verbänden diskreditieren", heißt es in einer Erklärung des DTTB-Präsidiums.

Der DTTB hatte in der vergangenen Woche in einem offenen Brief eine grundlegende Änderung der Leistungssportförderung in Deutschland gefordert. Vor allem die Breitensport-Bedeutung einer Sportart solle stärker gewichtet werden. Zudem müsse es eine Abkehr von der Fokussierung auf Olympia-Ergebnisse geben. Der Verband hatte seine Forderungen mit "unklaren Prinzipien" und mangelnder Transparenz der derzeitigen Sportförderung begründet.

Am vergangenen Freitag hatte DOSB-Präsident Thomas Bach den Vorstoß zurückgewiesen und betont, es herrsche "eine große Einigkeit, an den Prinzipien der Leistungssportförderung festzuhalten."