Köln (SID) - Kuscheln statt keilen: Von gegenseitigem Respekt war das erste verbale Aufeinandertreffen von Box-Weltmeister Marco Huck (Berlin) und seinem Herausforderer Firat Arslan (Friedberg) am Dienstag im ostwestfälischen Halle geprägt. Vor dem Duell im Cruisergewicht am 3. November im Gerry Weber Stadion sagte Huck: "Ich wäre lieber nicht gegen Firat angetreten. Er ist menschlich sehr sympathisch. Ich habe seine letzten Kämpfe gesehen und weiß, dass er ein verdammt starker Gegner ist."

Der ehemalige WBA-Champ Firat Arslan gab den Spielball auf der Pressekonferenz artig zurück: "Ich zolle Marco großen Respekt, dass er freiwillig gegen mich in den Ring steigt. Die anderen Weltmeister wollten mir diese Möglichkeit nicht geben."

Beide wissen um die Schwere der Aufgabe, beide sind aber gewohnt optimistisch. "Hier bin ich Weltmeister geworden, und hier habe ich meinen Titel schon einmal verteidigt. Aber jetzt habe ich ein ganz besonderes Ziel. Wenn ich den WM-Gürtel zum zehnten Mal verteidige, bin ich WBO-Super-Champion", sagte Huck. Der 42 Jahre alte Arslan meinte: "Marco verfügt über große Schlagkraft, aber ich glaube trotzdem an meinen Sieg. Denn ich bin härter als die Schläge, die auf mich einpreschen."