Toronto (SID) - Im Tarifstreit der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga NHL sind die Parteien kurzzeitig an den Verhandlungstisch zurückgekehrt. In Toronto fand am Freitag hinter verschlossenen Türen ein Treffen zwischen Vertretern der Klubbesitzer und der Spielergewerkschaft NHLPA statt. Das gab die NHL auf ihrer Homepage bekannt. Details über die Verhandlungen wurden nicht bekanntgegeben. "Ja, wir hatten ein Treffen", sagte der stellvertretende NHL-Commissioner Bill Daly: "Mehr gibt es nicht zu berichten."

Am Vortag hatte der Start der Saison 2012/13 aufgrund der andauernden Streitigkeiten bereits um zwei Wochen verschoben werden müssen, die ersten 82 Spiele wurden gestrichen. Im Streit um die Aufteilung der jährlichen Einnahmen der Liga, die in der letzten Spielzeit bei 3,3 Milliarden Dollar lagen, klafft weiter eine große Lücke zwischen den beiden Parteien.

Der alte Vertrag war am 15. September ausgelaufen, woraufhin die Teams ihre Spieler ausgesperrt hatten. Bereits in den Spielzeiten 1994/95 und 2004/05 hatten sich Liga und Spielergewerkschaft nicht auf einen Arbeitsvertrag einigen können. Beim ersten Lockout fiel nur ein Teil der Saison ins Wasser, 2004/05 wurde die gesamte Spielzeit abgesagt.

Für die Zeit des Lockouts haben bisher über 100 NHL-Profis Verträge mit europäischen Vereinen abgeschlossen. Wann die Verhandlungen fortgesetzt werden, steht noch nicht fest.