Athen (dpa) - Die griechische Regierung ringt mit den internationalen Geldgebern weiter um das milliardenschwere Sparpaket.

Am Samstag traf Griechenlands Finanzminister Ioannis Stournaras erneut mit Vertretern der Geldgeber-Troika aus Europäischer Union (EU), Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) zusammen. Die griechische Regierung will bis Sonntagabend zumindest die Sparmaßnahmen für 2013 unter Dach und Fach bringen. Am Montag treffen in Luxemburg die Finanzminister der Eurozone zusammen.

Die Troika hat bisher nicht das neue Sparprogramm Griechenlands von 14,5 Milliarden Euro gebilligt. Dies ist die Voraussetzung für die Freigabe einer neuen, dringend benötigten Hilfstranche von 31,5 Milliarden Euro. Die Finanzminister der Eurozone werden am Montag nur einen Zwischenbericht erhalten - wann die endgültige Version vorliegen wird, ist bisher offen. Auch beim EU-Gipfel am 18./19. Oktober werden keine Entscheidungen zu Griechenland erwartet.

Die Troika fordert griechischen Medienberichten zufolge für das kommende Jahr Einsparungen in Höhe von 8,8 Milliarden Euro anstatt der ursprünglich anvisierten 7,8 Milliarden Euro. Nach Einschätzungen aus dem Finanzministerium dürfte dies die Rezession weiter verschärfen.

Zuletzt war die griechische Regierung davon ausgegangen, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2013 um 3,8 Prozent schrumpft. Am Freitag hatte das Statistikamt Elstat die Zahlen für 2011 nach unten korrigiert. Demnach schrumpfte die griechische Wirtschaft im vergangenen Jahr nicht um 6,9 Prozent, sondern um 7,1 Prozent.