Köln (SID) - Manager Willi Weber hat den Umgang des Formel-1-Rennstalls Mercedes mit seinem ehemaligen Schützling Michael Schumacher kritisiert. "Mir wäre lieber gewesen, er hätte zuerst seinen Abgang verkündet, und erst danach Mercedes die Verpflichtung seines Nachfolgers Hamilton", sagte Weber dem Magazin Focus. Nun sei stattdessen der "Eindruck eines Rausschmisses" erweckt worden.

Trotzdem begrüßte Weber den Entschluss des Rekordweltmeisters, am Ende der Saison die Karriere zu beenden. Schließlich habe Mercedes Schumacher nicht garantieren können, "dass das Auto nächstes Jahr besser wird. Und noch ein Jahr Misserfolg wäre dramatisch. Irgendwann riskiert auch ein siebenfacher Weltmeister seine Reputation."

Dass Schumacher bei den Silberpfeilen in Zukunft weiter in zentraler Funktion arbeitet, glaubt Weber indes nicht. "Teamchef oder Berater wird Michael wohl kaum sein wollen", sagte Weber.

Mercedes hatte vergangene Woche bekannt gegeben, dass der auslaufende Vertrag mit Schumacher nicht mehr verlängert wird und den Briten Lewis Hamilton als Nachfolger präsentiert. Daraufhin kündigte der 43-Jährige am Donnerstag an, seine Karriere nach der Saison zu beenden.