Motegi (SID) - Motorrad-Pilot Sandro Cortese aus Berkheim hat seinen ersten WM-Titel in der Moto3 weiter fest im Visier und startet beim Großen Preis von Japan aus der ersten Reihe. Mit einer Zeit von 1:58,669 Minuten fuhr der 22 Jahre alte KTM-Fahrer, der in Motegi bereits vorzeitig Weltmeister werden kann, am Samstag die drittschnellste Zeit im Qualifying.

In der Königklasse erreichte MotoGP-Neuling Stefan Bradl (Zahling) nach einem Sturz am Anfang des Qualfiyings noch den achten Startplatz. "Ich war wohl zu aggressiv im ersten Teil und bin daher gestürzt. Daher konnten wir das Bike nicht richtig abstimmen. Nach dem Sturz ging es mir aber gut und ich konnte auf dem zweiten Motorrad gleich wieder schnell fahren", sagte der 22-Jährige.

Am Ende einer spektakulären Schlussphase sicherte sich der WM-Führende Jorge Lorenzo (Spanien/Yamaha) auf seiner letzten Runde in einer Zeit von 1:44,969 Minuten die Pole Position vor seinem größten Konkurrenten Dani Pedrosa (Spanien/Honda).

Für Marcel Schrötter (Vilgertshofen) reichte es im Qualifying der Moto2 nur zum 24. Platz. Der Bimota-Pilot brauchte mehr als zwei Sekunden länger für seine schnellste Runde als Pol Espargaro (Spanien/Kalex), der in 1:50,886 Minuten auf die Pole raste.

Noch besser als Sandro Cortese schnitt Danny Kent (Großbritannien/KTM) ab, der lediglich 1:58,371 Minuten für den Rundkurs benötigte und am Sonntag im 14. WM-Lauf zum ersten Mal in seiner Karriere von der Pole Position ins Rennen geht. Zwischen den beiden Teamkollegen platzierte sich der WM-Dritte Maverick Viñales (Spanien/Honda) mit einer Zeit von 1:58,574 Minuten.

Sein ärgster Rivale um die WM-Krone in der Moto3, Luis Salom (Spanien/Kalex), landete nur auf dem sechsten Rang, einen Platz vor Jonas Folger (Schwindegg/Kalex), der zweimal mit technischen Problemen an die Box musste, und eine Zeit von 1:59,125 Minuten erreichte.

Sollte Cortese, der in der kommenden Saison für Intact GP in der Moto2 fährt, am Sonntag sein vierter Saisonsieg gelingen, Salom leer ausgehen und Viñales höchstens Vierter werden, wäre dem Spitzenreiter bei dann noch drei ausstehenden Rennen der WM-Titel nicht mehr zu entreißen.