Yeongam (SID) - Während Sebastian Vettel nach seinem Sieg in Südkorea die Heimreise mit einem breiten Grinsen im Gesicht antreten konnte, herrschte bei Mercedes nach dem Rennen erneut Tristesse und Ernüchterung. Rekordweltmeister Michael Schumacher kam mit seinem Silberpfeil nur als 13. ins Ziel, für Nico Rosberg war der Arbeistag sogar schon direkt nach dem Start beendet.

"Es gibt Rennen, in denen einfach nichts zusammen passt, die man schnell abhaken muss. Dies war eines dieser Rennen", sagte ein frustrierter Schumacher, nachdem er bereits zum neunten Mal in dieser Saison ohne Punkte geblieben war. Der 43-Jährige war als Zehnter ins Rennen gegangen, konnte dann aber noch nicht einmal den Speed der Toro Rosso mitgehen.

"Wir haben es nicht geschafft, die Reifen über die Distanz zum Funktionieren zu bringen, daher diese Schwankungen im Rennen, und daher auch der Leistungsrückschritt", sagte Schumacher, der nach seinem angekündigten Rücktritt zum Saisonende jetzt noch auf ein halbwegs vernünftiges Resultat hofft: "Also: abhaken, nach vorne schauen und hoffen, dass wir in den nächsten Saisonrennen wieder attackieren können."

Rosberg musste unterdessen einen noch herberen Rückschlag hinnehmen. Zum zweiten Mal in Folge fiel der Wiesbadener gleich nach dem Start aus. In Yeongam musste er seinen Silberpfeil abstellen, nachdem ihm Kamui Kobayashi ins Auto gefahren war. "Das macht so keinen Spaß. Ich bin auf der letzten Rille gefahren, dass mich da einer von hinten trifft, hat mich schon überrascht", sagte Rosberg, "einige Fahrer gehen einfach zu viel Risiko ein, fahren zu extrem und zu sehr über dem Limit."

Wenigstens holten auch die beiden Sauber-Piloten keine Punkte, sodass Mercedes immerhin den fünften Platz in der Team-Wertung verteidigen konnte. Jedoch kann das nicht der Anspruch der Stuttgarter sein, entsprechend gefrustet war auch Sportchef Norbert Haug: "Wir müssen dieses Wochenende schnell abhaken, aber nicht, ohne vorher eine gründliche Analyse durchzuführen, um zu verstehen, was heute falsch gelaufen ist."