Hinwil (SID) - Als erste Teamchefin in der Geschichte der Formel 1 schließt Monisha Kaltenborn Akzeptanzprobleme aus. "Fachlich spielt das Geschlecht sicher keine Rolle", sagte die neue Chefin des Sauber-Rennstalls: "Weil ich schon so lange dabei bin, glaube ich auch nicht, dass ich stärker als Frau denn als Verantwortliche wahrgenommen werde." Die Geschäfstführerin des Schweizer Privat-Rennstalls hatte vor dem Grand Prix von Südkorea die Teamchef-Position von Peter Sauber übernommen.

Über das in sie gesetzte Vetrauen freue sie sich sehr, sagte die 41-jährige Kaltenborn. "Ich bin mir sehr wohl darüber bewusst, was es bedeutet, die Verantwortung für dieses Unternehmen zu tragen. Der Rückzug von Peter Sauber aus dem operativen Geschäft zeichnete sich lange ab. Insofern war dieser jüngste Schritt gut vorbereitet", sagte Kaltenborn.

Vor dem Großen Preis in ihrem Geburtsland Indien hofft die Österreicherin auf weitere WM-Punkte für das Privatteam. Der Sauber C31-Ferrari sei "ein guter Wurf" und habe Wettbewerbsfähigkeit bewiesen. "Manche nennen ihn eines der besten Autos im Feld. Jetzt geht es darum, den Schwung mit in die verbleibenden vier Rennen zu nehmen. Wir haben nach wie vor das ehrgeizige Ziel, um Platz fünf in der WM der Konstrukteure zu kämpfen", sagte Kaltenborn.

Bislang fuhr Sauber in der laufenden Saison vier Postplätze und 116 WM-Punkten ein und liegt mit 20 Zählern Rückstand auf Mercedes auf Position sechs der Konstrukteurs-Wertung.