Wiesbaden (dpa) - Rund 12,8 Millionen Menschen - 15,8 Prozent der Bevölkerung - waren im Jahr 2010 in Deutschland armutsgefährdet. Die Quote lag damit auf einem ähnlichen Niveau wie zuvor, 2009 waren es 15,6 und 2008 15,5 Prozent.

Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Die Zahlen sind ein zentrales Ergebnis der Erhebung «Leben in Europa 2011». Dazu wurden 24 220 Personen befragt.

Eine Person galt 2010 als armutsgefährdet, wenn sie nach Beanspruchung staatlicher Leistungen weniger als 11 426 Euro im Jahr oder 952 Euro im Monat zum Leben hatte. Frauen (16,8 Prozent) waren häufiger von Armut betroffen als Männer (14,9 Prozent).