Bad Fallingbostel (dpa) - Nach dem Chemieunfall in einem Werk des Lebensmittelherstellers Kraft in Bad Fallingbostel beginnt die Feuerwehr mit Aufräumarbeiten. Ob der Chemieunfall ein strafrechtliches Nachspiel haben wird, ist nach Angaben eines Polizeisprechers vom Morgen noch offen.

Klar sei, dass fahrlässig gehandelt worden sei. Die Staatsanwaltschaft müsse entscheiden, wie dies zu bewerten sei. Das Unternehmen Kraft Foods hatte angekündigt, es werde alles daran setzen, herauszufinden, was genau passiert sei.

Die Feuerwehrleute waren mehr als 24 Stunden damit beschäftigt gewesen, eine Giftwolke aufzulösen, erst am späten Nachmittag kam die Entwarnung. «Wir haben gestern Abend um 20 Uhr Schluss gemacht, die Grenze der Belastbarkeit war erreicht», sagte der stellvertretende Ortsbrandmeister Jens Wolters am Morgen.

Die Wolke hatte sich gebildet, als bei Reinigungsarbeiten am Montag versehentlich tausende Liter Salpetersäure in einen Tank mit Natronlauge geschüttet worden waren. Wann die Produktion in dem Lebensmittelwerk in der Lüneburger Heide wieder anläuft, ist noch offen. Dort wird unter anderem Miracoli hergestellt.

Kraft Foods