Moskau/London (dpa) - Im Milliardenpoker um den russisch-britischen Ölförderer TNK-BP treibt der russische Staatskonzern Rosneft eine Übernahme des Gemeinschaftsunternehmens voran.

Der einflussreiche Rosneft-Aufsichtsratsboss Igor Setschin verhandele in London mit der BP-Spitze über den Kauf der BP-Anteile in Höhe von 50 Prozent, berichteten Medien am Donnerstag. Das Energieministerium in Moskau gab bereits grünes Licht. Mit dem Deal würde Rosneft, das unter anderem 50 Prozent an der Ruhr Oel GmbH (Gelsenkirchen) hält, die russische Ölproduktion kontrollieren und zugleich zum Weltmarktführer aufsteigen.

«Es wird kein Monopol geben», sagte Energieminister Alexander Nowak am Donnerstag der Agentur Interfax zufolge. Rosneft-Chef Setschin ist ein enger Vertrauter von Kremlchef Wladimir Putin, der sich für das Geschäft ausgesprochen hatte.

Die restlichen 50 Prozent an TNK-BP hält das russische Oligarchenkonsortium AAR, mit dem sich Rosneft nach offiziellen Angaben schon für umgerechnet gut 21,3 Milliarden Euro auf eine rechtlich nicht bindende Absichtserklärung geeinigt hat.

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