Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat das Ziel bekräftigt, Griechenland trotz aller Schwierigkeiten im Euro zu halten. «Ich wünsche mir, dass Griechenland im Euroraum bleibt», sagte Merkel im Bundestag

Dies sei nicht nur im Interesse Athens, sondern der gesamten Eurozone und der Europäischen Union. In dieser Haltung werde die Bundesregierung den Prüfbericht der Troika aus EU, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds abwarten. Merkel verwies darauf, dass unerledigte Reformen und Fortschritte in Griechenland zwei Seiten einer Medaille seien.

«In Athen, in der griechischen Regierung, bei vielen in Wirtschaft und Gesellschaft erlebe ich einen ernsten Willen zur Veränderung», sagte die Kanzlerin. Zugleich gingen strukturelle Veränderungen oft nur im Schneckentempo voran. Merkel machte klar, dass nach Vorliegen des Troika-Berichts der Bundestag über die mögliche Auszahlung weiterer Tranchen zu entscheiden habe.

Merkel bedankte sich auch für die Unterstützung von SPD und Grünen bei den bisherigen Rettungspaketen. An den entscheidenden Stellen habe sich der Bundestag immer zusammengerauft, «weil glücklicherweise die große Mehrheit des Hauses solche Gegensätze zurückstellt».

Im Anschluss an die Regierungserklärung wird der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück sprechen. Ein Jahr vor der Bundestagswahl im Herbst 2013 ist dies das erste Rededuell zwischen Kanzlerin und ihrem Herausforderer.