Berlin (dpa) - Das Schreddern von Akten zum Rechtsextremismus beim Bundesamt für Verfassungsschutz hat ein größeres Ausmaß als bislang bekannt. Nach dem Auffliegen der Zwickauer Terrorzelle am 4. November 2011 hätten Mitarbeiter der Behörde noch rund 300 Akten aus diesem Bereich vernichtet, sagte der Sonderermittler des Innenministeriums, Hans-Georg Engelke, im Neonazi-Untersuchungsausschuss des Bundestages. Die Aktionen seien aber gesetzlichen Vorschriften gefolgt. Eine Vertuschungsabsicht habe es nicht gegeben.