Hamburg (SID) - Nach Fußball-Zweitligist Union Berlin hat auch Ligakonkurrent FC St. Pauli das Konzeptpapier "Sicheres Stadionerlebnis" der Deutschen Fußball-Liga (DFL) kritisiert. Der vielfach unterstellte Anstieg von Gewalttaten im Fußball sei empirisch bislang unbelegt geblieben.

"Die vorgeschlagenen Maßnahmen sind als unverhältnismäßig, unangemessen und in Teilen unzweckmäßig zu bewerten", hieß es in einer Stellungnahme des Klubs. Die Hamburger seien bereit, einen Reformprozess zu begleiten, "jedoch erfordert dies einen ganz neuen Ansatz." Vize-Präsident Dr. Gernot Stenger werde sich deshalb aus der Vereins- und Verbandsvertretern besetzten "Kommission Sicherheit" zurückziehen.