Hamburg (SID) - Beim Handball-Bundesligisten HSV Hamburg ist die Stimmung nach dem peinlichen Punktverlust in Neuhausen (28:28) im Keller. Nach acht Spieltagen liegt der Ex-Meister mit 12:4-Punkten weit hinter den eigenen Erwartungen zurück und hat bereits vier Zähler Rückstand auf die Tabellenspitze. "Wir führen mit drei Toren und verlieren trotzdem einen Punkt. Das darf uns nicht passieren. Das ist wirklich eine Katastrophe", sagte Torhüter Dan Beutler, nachdem sein Team beim Aufsteiger eine 27:24-Führung verspielt hatte. Mit der Schlusssirene fiel der Ausgleich.

Zudem musste der HSV die Verletzung von Rückraumspieler Blazenko Lackovic verkraften. Der kroatische Olympiasieger von 2004 zog sich einen Bruch des Ringfingers an der rechten Hand zu. Wie lange Lackovic ausfällt, steht nnoch nicht fest.

Trainer Martin Schwalb ärgerte sich über den verschenkten Sieg. "Wir haben das Ding zum Schluss weggeschmissen", sagte Schwalb. Rechtsaußen Hans Lindberg, der mit neun Treffern einmal mehr bester Schütze seines Teams war, gelobte Besserung. "Ich hoffe, unsere Einstellung ändert sich in den nächsten Spielen. Das nächste Spiel wird besser", sagte der Däne.

Muss es aus Hamburger Sicht auch, denn nächster Gegner in der Bundesliga ist am 27. Oktober (15 Uhr) der deutsche Rekordmeister THW Kiel. Zuvor geht es in der Champions League am kommenden Sonntag (16 Uhr) gegen Partizan Belgrad, im DHB-Pokal tritt der HSV am Dienstag (19.30 Uhr) beim Bergischen HC an.