Davos/St. Moritz (SID) - Bereits acht Monate vor dem geplanten Bürgerbegehren in München (10. November 2013) werden die Einwohner von Davos und St. Moritz in einem Referendum über eine Bewerbung um Olympische Winterspiele 2022 entscheiden. Die beiden Schweizer Städte, derzeit ernsthaftester Kandidat für eine Bewerbung, wollen am 3. März ihre Bürger befragen.

Interesse an den Winterspielen 2022 hatten in letzter Zeit neben München auch die Ukraine (Lwiw), Norwegen (Oslo) und Spanien (Barcelona/Pyrenäen) bekundet. Bewerbungsschluss ist der 14. November 2013. Die Vergabe erfolgt Ende Juli 2015.

In der Schweiz will der Bundesrat 30 Millionen Franken (ca. 25 Mio. Euro) für die Olympiakandidatur der beiden Bündner Orte sowie bei einem Zuschlag 2015 bis zu einer Milliarde Franken (825 Mio. Euro) besteuern. Doch der Bundesrat will die 30 Millionen nur freigeben, wenn der Kanton Graubünden und Swiss Olympic die Kandidatur mit jeweils 15 Millionen Franken unterstützen. Bei einer Austragung der Spiele wird derzeit mit einem Defizit von 1,3 Milliarden Franken kalkuliert.