Athen (dpa) - In Griechenland haben massive Streiks gegen ein neues Sparprogramm begonnen. Die Gewerkschaftsdachverbände des privaten und öffentlichen Sektors wollen damit gegen ein Sparpaket in Höhe von 13,5 Milliarden Euro protestieren.

Ministerien, Schulen und zahlreiche andere staatliche Institutionen blieben geschlossen. Ärzte behandeln nur Notfälle. Der Fährverkehr brach zusammen. Keine Fähre lief zu den Ägäisinseln aus, berichtete das staatliche Fernsehen. Auch die Eisenbahnen werden bestreikt.

Wegen einer dreistündigen Arbeitsniederlegung der Fluglotsen annullierten Fluglinien zahlreiche Inlandsflüge. Andere Flüge begannen mit erheblichen Verzögerungen. Auch die Taxifahrer zogen für neun Stunden die Handbremse. Zahlreiche Museen und antike Stätten blieben geschlossen.

Am Donnerstagmittag sind in Athen und anderen Städten des pleitebedrohten Landes Massendemonstrationen geplant.

Das neue griechische Sparpaket soll nach Informationen aus Regierungskreisen und der Geldgeber unter Dach und Fach sein. Die Gewerkschaften rechnen mit weiteren Kürzungen von Löhnen zwischen 6 und 20 Prozent. Rentner müssen voraussichtlich Kürzungen im Umfang von 4,9 Milliarden Euro in Kauf nehmen.