New York (dpa) - Volkswagen will nach dem Verkaufserfolg des US-Passats den nordamerikanischen Markt mit einem weiteren Modell aufmischen. Dieses Mal denkt der Konzern an einen Geländewagen, der von der Größe her zwischen dem Touareg und dem Tiguan rangieren, aber technisch simpler und dadurch billiger sein soll.

Im Segment der in den USA sehr beliebten mittelgroßen SUV habe Volkswagen eine Lücke, sagte Konzernchef Martin Winterkorn am Dienstag in New York. Eine Entscheidung solle «sehr bald» fallen, aber wohl nicht mehr in diesem Jahr. «Wenn wir das Auto produzieren, böte es sich natürlich an, dass man das Ganze in Chattanooga macht», sagte Winterkorn. Es kämen aber auch andere Standorte in Frage. Zuletzt hatte Audi einen Werksneubau in Mexiko verkündet.

In Chattanooga im Süden der Vereinigten Staaten läuft seit vergangenem Jahr der eigens entwickelte US-Passat vom Band, der die VW-Verkäufe im Land in die Höhe getrieben hat. Sein Erfolgsrezept ist einfache Technik und viel Platzangebot zu einem günstigeren Preis als sein europäisches Schwestermodell. Der zweite Verkaufsschlager ist der kleinere Jetta, der in Mexiko gefertigt wird.

Von Januar bis September konnte die Marke VW ihren Gesamtabsatz in den USA um 37 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum steigern, konzernweit lag das Plus bei 30 Prozent. Erstmal in seiner Geschichte will der VW-Konzern samt seiner Tochtermarken in diesem Jahr mehr als eine halbe Million Fahrzeuge in den Vereinigten Staaten absetzen.