Berlin (SID) - Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier hat die ablehnende Haltung einiger Fußball-Profivereine gegenüber dem Sicherheitskonzept kritisiert und mit Konsequenzen gedroht. "Ich bin der Auffassung, dass es den ein oder anderen Verein gibt, der nach wie vor den Ernst der Lage nicht begriffen hat, der denkt, dass auch Innenminister immer nur reden und dass die Politik keine Entscheidungen trifft", sagte der Vorsitzende der Innenministerkonferenz (IMK) im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (SID).

Sollten sich die Klubs nicht auf ein Sicherheitskonzept einigen, könnte das "möglicherweise zur Folge haben, dass die Anzahl der Geisterspiele in Deutschland zunimmt", warnte Caffier und übte Druck aus: "Es ist genügend geredet worden, wir müssen jetzt Entscheidungen erzielen."

Der IMK-Chef war beim Sicherheitsgipfel im Sommer in Berlin dabei, als der Entwurf des Konzepts in Anwesenheit aller Profiklubs bis auf Zweitligist Union Berlin auf den Weg gebracht wurde. Mittlerweile lehnen jedoch mehrere Vereine, darunter neben Union auch der VfL Wolfsburg, der VfB Stuttgart und Fortuna Düsseldorf, das Maßnahmenpapier in seiner jetzigen Form ab. Deswegen soll es vor der entscheidenden Liga-Vollversammlung am 12. Dezember eine Informationsveranstaltung für die Profivereine geben. Dort soll ein Zwischenbericht zu möglichen Überarbeitungen des Konzepts vorgelegt werden.