Stuttgart/Regensburg (dpa) - Die erzkonservative Piusbruderschaft hat den umstrittenen Bischof Richard Williamson ausgeschlossen. Dieser habe sich seit Jahren von der Führung und Leitung der Priesterbruderschaft entfernt und sich geweigert, den Respekt und den Gehorsam zu bezeugen.

Dies sagte ein Sprecher in Stuttgart. Zudem stehe die Entscheidung im Zusammenhang mit einem Interview für das schwedische Fernsehen des Bischofs, in dem er den Holocaust geleugnet habe.

Wegen Volksverhetzung muss sich der 72-Jährige im kommenden Jahr deshalb erneut vor dem Regensburger Amtsgericht verantworten. Eine erste Verurteilung des Bischofs hatte das Oberlandesgericht Nürnberg im Februar wegen Verfahrensmängeln kassiert. Daraufhin hatte die Staatsanwaltschaft den Strafbefehl überarbeitet. Dabei geht es um einen Betrag von maximal 6500 Euro (100 Tagessätze zu je 65 Euro).