Madrid (SID) - Die Kosten für die Verfolgung von Doping-Vergehen im Radsport sollen künftig offenbar nach dem Verursacher-Prinzip umgelegt werden. Der Weltverband UCI fordert vom Spanier Alberto Contador und dem spanischen Verband RFEC insgesamt 450.000 Euro für die Verfahrenskosten bis zur Sperre des Fahrers durch den internationalen Sportgerichtshof CAS. Das berichtet die Madrider Tageszeitung El Pais.

Die UCI begründet ihre Ansprüche damit, dass die Kosten wegen Contadors Freispruch durch den RFEC entstanden waren. Wäre der nationale Verband dem Anti-Doping-Code gefolgt, so die weitere UCI-Argumentation, hätte keine Entscheidung durch den CAS getroffen werden müssen.

Das Management Contadors, der sein positives Ergebnis (Clenbuterol) auf den Verzehr von kontaminiertem Fleisch zurückführt und bis heute seine Unschuld beteuert, nahm im Gespräch mit der Zeitung eine andere Position ein. Der Fall sei schließlich nach dem Freispruch in Spanien nicht auf Initiative Contadors zum CAS getragen worden. Den späteren Schuldspruch des CAS erwähnten Contadors Berater nicht.