Köln (SID) - Eine Woche nach seiner Drohung, mit Vorzeigeschwimmer Paul Biedermann ins Ausland zu gehen, hat Trainer Frank Embacher erstmals über konkrete Angebote für sich und seinen Schützling gesprochen. "Ja, die gibt es, und deswegen habe ich das auch so geäußert", sagte Embacher dem Online-Portal der Mitteldeutschen Zeitung. Es gebe einen Sponsor, "der sich vorstellen könnte, ein Profi-Team zu finanzieren". Es sei allerdings "so konkret und detailliert" noch nicht gesprochen worden.

Embacher hatte die Führung des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) aufgrund der ungeklärten Vertragssituation vieler Trainer unter Zeitdruck gesetzt und mit einem Abschied von ihm und seinen prominenten Schützlingen aus Halle an der Saale ins Ausland kokettiert. Auch Biedermanns Lebensgefährtin Britta Steffen, Doppel-Olympiasiegerin von 2008, wird in Embachers Trainingsgruppe wechseln.

Das Szenario eines Wechsels ins Ausland scheint nach einem Krisentreffen jedoch vom Tisch. "Wir haben einen Kompromiss geschlossen", sagte Embacher, "aber bis zum 1. November werde ich noch keinen Vertrag haben, und die fünf anderen Bundesstützpunkt-Trainer auch nicht. Es ist also nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen für uns Trainer."