Frankfurt/Main (dpa) - Nach einem zögerlichen Start hat der Dax am Donnerstag an seinen Erholungsversuch vom Vortag angeknüpft. Spekulationen über eine Lockerung der japanischen Geldpolitik sowie der starke Geschäftsbericht von BASF sorgten für positive Impulse.

Bis zur Mittagszeit baute der deutsche Leitindex seine Gewinne im Einklang mit dem ebenfalls erstarkten Euro aus und stieg um 0,65 Prozent auf 7239 Punkte. Der MDax gewann 0,42 Prozent auf 11 378 Punkte. Der TecDax rückte um 0,07 Prozent auf 801 Punkte vor. Der Euro stieg auf 1,3018 US-Dollar. Der deutsche Anleihemarkt zeigte derweil Schwäche. Hier gab es Gerüchte, eine asiatische Zentralbank trete als Verkäufer auf.

Die größte Stütze sieht Händler Markus Huber von ETX Capital aber in Spekulationen auf weitere Wirtschaftsimpulse durch die Bank of Japan (BoJ) und die dortige Regierung. Es kursieren Gerüchte, dass die japanische Notenbank in der kommenden Woche eine weitere Lockerung ihrer Geldpolitik ankündigen könnte.

Die BoJ tritt am kommenden Dienstag zusammen und wird unter anderem über den Leitzins entscheiden. Händlerin Anita Paluch von Gekko Global Markets verwies für die Kursgewinne zudem darauf, dass die Wirtschaft Großbritanniens im dritten Quartal ihren Abwärtstrend überraschend deutlich stoppen konnte. «Der Dax hat außerdem kräftige positive Impulse vom starken BASF-Jahresausblick erhalten.»

Die BASF-Aktien gewannen als einer der stärksten Dax-Werte 1,98 Prozent hinzu. Der Konzerngewinn sank zwar im dritten Quartal um ein Fünftel, dennoch übertraf BASF damit die Schätzungen der Analysten. Zudem hält der weltgrößte Chemiekonzern trotz zunehmender Konjunkturrisiken an seinen Jahreszielen fest.

Nach einer Gewinnwarnung am Vorabend fielen die Anteilsscheine von Daimler um 3,15 Prozent und nahmen den letzten Platz im Leitindex ein. Der Autohersteller senkte seine Prognosen für das laufende Jahr in allen zentralen Geschäftsbereichen. Für 2013 rechnet er ebenfalls mit erheblichem Druck für die selbst gesteckten Ziele. Einige Analysten hatten zwar bereits eine Gewinnwarnung für 2012 befürchtet, das neue Jahresziel für das Ergebnis vor Zinsen und Steuern liegt aber unter der Konsenserwartung. Schwerer aber wiege der schwächere Ausblick auf das neue Geschäftsjahr, hieß es.