Berlin (dpa) - Der Bundestag entscheidet heute über die Absenkung des Rentenbeitragssatzes. Nach dem Willen von Union und FDP soll er zu Beginn kommenden Jahres von 19,6 auf 18,9 Prozent sinken. Dies würde Arbeitgeber und Arbeitnehmer zusammen um rund 5,4 Milliarden Euro im Jahr entlasten.

Die Opposition lehnt das ab - sie will die Rücklage der Rentenkasse von derzeit etwa 28 Milliarden Euro weiter aufstocken. Dies soll auf mittlere Sicht sprunghafte Beitragserhöhungen und zunehmende Altersarmut vermeiden helfen.

Verabschieden will die Koalitionsmehrheit auch die umstrittene Anhebung der Einkommensgrenze für 400-Euro-Jobs: Künftig sollen Beschäftigte bis zu 450 Euro steuer- und abgabenfrei im Monat hinzuverdienen können. Von einer neuen Rentenversicherungspflicht können sich die Minijobber befreien lassen. Die Höchstgrenze für geringfügig entlohnte Beschäftigung liegt seit 2003 unverändert bei 400 Euro. Derzeit gibt es etwa sieben Millionen Minijobber.