Bern (dpa) - Die Auslieferung von zwei Grippe-Impfstoffen des Schweizer Pharmakonzerns Novartis ist in mehreren Ländern wegen des Verdachts auf Verunreinigungen gestoppt worden.

Als Reaktion auf entsprechende Maßnahmen in Italien und Österreich sei auch in der Schweiz ein Auslieferungsstopp angeordnet worden, bestätigte die Zulassungs- und Kontrollbehörde für Heilmittel Swissmedic am Donnerstag in Bern.

Laut Swissmedic geht es bislang um insgesamt 160 000 Dosen der Impfstoffe Agrippal und Fluad. Novartis sieht ungeachtet des Auslieferungsstopps keine Gefährdung durch den Impfstoff. Er sei sicher und wirksam, erklärte Konzernchef Joseph Jimenez am Donnerstag bei einer Pressekonferenz zur Vorstellung der Novartis-Quartalszahlen in Basel. Das Mittel sei in mehreren Ländern Europas und Asiens exportiert worden, mit weiteren Verkaufsstopps rechne man nicht.

«Erste Abklärungen haben ergeben, dass die Sperrung in Italien erfolgte, weil in den Spritzen weiße Partikel festgestellt wurden», heißt es in einer Swissmedic-Mitteilung von Mittwochabend. «Dabei könnte es sich um Verklumpungen von normalen Bestandteilen des Impfstoffs handeln.» Nach bislang vorliegenden Angaben geht Swissmedic davon aus, «dass Personen, die in der Schweiz bisher geimpft wurden, gesundheitlich nicht gefährdet sind».

Swissmedic-Mitteilung, 24.10.2012