Greater Noida (dpa) - Nach ihrer offiziellen Berufung als erste Formel-1-Teamchefin hat Monisha Kaltenborn keinerlei Ambitionen auf den allerhöchsten Posten in der Königsklasse des Motorsports.

«Tatsache ist, dass ich bei meiner jetzigen Aufgabe sehr glücklich bin und dass ich mit diesem Team noch große Ziele habe. Es gibt also keine Absichten in diese Richtung», sagte die Chefin des Schweizer Sauber-Rennstalls in einem dpa-Interview vor dem Großen Preis von Indien.

Das Rennen in Greater Noida wird für sie etwas Besonderes. Kaltenborn wurde in Indien geboren. Als sie acht Jahre alt war, verließ die Familie das Land und fand in Wien eine neue Heimat. Nach dem Jurastudium heuerte die Österreicherin vor zwölf Jahren beim Schweizer Sauber-Team als Leiterin der Rechtsabteilung an, ehe sie 2010 zur Geschäftsführerin aufstieg.

Seit zwei Wochen ist Kaltenborn offiziell Teamchefin. Für sie selbst und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter habe sich nicht wirklich viel geändert, meinte sie, merkte aber mit Blick auf die Zeit als Geschäftsführerin auch an: «Falls bei der einen oder anderen Situation etwas mehr Charme im Spiel war, dann war das wohl kein Nachteil.»

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