Hamburg (SID) - Profiboxer Sebastian Zbik hat gegen seinen ehemaligen Boxstall Universum wegen einer ausstehenden Kampfbörse in Höhe von 190.000 Euro Strafanzeige und zudem den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens über das Vermögen des Hamburger Unternehmens gestellt. Das Geld steht dem 30 Jahre alten ehemaligen Mittelgewichts-Weltmeister aus seinem WM-Kampf gegen Felix Sturm vom 13. April zu.

Doch bisher soll Universum lediglich 5000 Euro gezahlt haben. "Auf meine Nachfrage, wann der Rest des Geldes käme, erhielt ich wieder nur Ausflüchte. Das war für mich das Zeichen, dass Universum kein Geld mehr hat", sagte Zbik dem Hamburger Abendbaltt (Freitagausgabe).

Zbik kann laut des Berichts belegen, dass die Börse von Sturms Management als Veranstalter auf ein Fremdgeldkonto Universums überwiesen wurde. Ebenso habe er Beweise dafür, dass das Geld für andere Belange ausgegeben wurde. "Offensichtlich ist die Firma Universum überschuldet und zahlungsunfähig. Dies muss schon nach dem Kampf zwischen Zbik und Sturm so gewesen sein, andernfalls hätte sich Universum nicht veranlasst gesehen, das vereinnahmte Fremdgeld für sich zu verbrauchen", heißt es in der Strafanzeige, um den Verdacht der Insolvenzverschleppung zu untermauern.

Die Strafanzeige stellt Zbik wegen des Anfangsverdachts der Untreue und Unterschlagung sowie der Insolvenzverschleppung. Universum-Chef Waldemar Kluch war für den SID am Donnerstag nicht zu erreichen. Der Box-Stall kämpft seit dem Ablauf des TV-Vertrags mit dem ZDF Ende Juli 2010 um sein Überleben.