Köln (SID) - Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hat erstmals Kontakte mit dem Hockenheimring wegen der Austragung des Großen Preises von Deutschland im kommenden Jahr eingeräumt. "Ja, es gibt Verhandlungen mit Hockenheim über die Ausrichtung des Rennens 2013", sagte der Brite der WirtschaftsWoche. Die Hockenheim-Geschäftsführung hatte Bereitschaft signalisiert, für den insolventen Nürburgring einzuspringen und auf eine baldige Entscheidung gedrängt. Der Automobil-Weltverband FIA hatte bisher nur den Termin für das deutsche Rennen festgelegt, nicht aber den Ort.

Jörg Lindner, Geschäftsführender Gesellschafter der Nürburgring Automotive GmbH, hofft weiter auf einen Zuschlag für den Kurs in der Eifel. "Wir haben bisher keine Absage von Ecclestone bekommen", sagte er. Noch am Donnerstag hatte Lindner von "sehr konkreten Verhandlungen im finalen Prozess" berichtet. "Wir hatten erst diese Woche Kontakt mit Herrn Ecclestone und es gab keinerlei Anzeichen dafür, dass wir nicht optimistisch sein können." Eine Einigung schon beim Rennen in Abu Dhabi in der kommenden Woche sei möglich.

Nach dem bislang üblichen jährlichen Wechsel wäre der Nürburgring wieder an der Reihe, mit Hockenheim besteht daher nur ein Vertrag für die geraden Jahre.