München (dpa) - Knapp 19 Monate nach seiner Beurlaubung beim deutschen Fußball-Rekordmeister hat Louis van Gaal mit Bayern-Präsident Uli Hoeneß abgerechnet.

«Der Einzige im Club, der immer auf meinen Abschied gedrängt hat, war Uli Hoeneß. Kein anderer. Darum wird auch keine weitere Zusammenarbeit mehr zwischen uns beiden möglich sein», sagte der niederländische Coach in einem Interview der «Sport Bild». Hoeneß habe «viel Macht und benutzt diese auch.»

Van Gaal monierte zudem, dass sich der Bayern-Boss zu sehr um die eigentlichen Aufgaben des Trainers gekümmert habe. «Ein Chef-Trainer muss mit seinem Stab die Spieler beurteilen, weil er sie täglich in der Kabine und auf dem Platz sieht», erklärte der 62-Jährige. «Der Präsident kann das nicht, weiß auch nicht, was in der Mannschaft wirklich passiert. Darum sollte er sich nicht einmischen.»

Grundsätzlich sei für ihn eine zweite Trainer-Amtszeit bei den Münchnern aber durchaus ein Thema, sagte der niederländische Nationalcoach weiter - nur eben nicht unter Hoeneß. «Ob Ajax, Barcelona oder Alkmaar, in all meinen Clubs bin ich noch mal als Trainer zurückgekommen - so wie in der Nationalelf. Jetzt bleibt nur noch Bayern übrig. Ich würde es auf jeden Fall schön finden.»