Vilnius (AFP) Der mögliche künftige Regierungschef von Litauen, der Sozialdemokrat Algirdas Butkevicius, setzt auf Haushaltsdisziplin, um einen Beitritt seines Landes zur Eurozone im Jahr 2015 zu gewährleisten. Sein Ziel sei es, das Staatsdefizit unter 2,5 Prozent zu halten "und dass der Euro 2015 eingeführt wird", sagte Butkevicius am Dienstag in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP. Seine Partei wolle zudem den Mindestlohn von derzeit 850 auf 1000 Litas (299 Euro) anheben. Dies koste Schätzungen zufolge rund 220 Millionen Litas. "Das ist ein Dilemma", gab der 53-Jährige zu. "Aber wir werden nach Reserven Ausschau halten, vielleicht in anderen Ausgabenbereichen."