Berlin (SID) - Trotz des Doping-Skandals um Lance Armstrong sieht der deutsche Radprofi Jens Voigt seine Sportart auf dem Weg der Besserung. "Ich sehe keine Spuren von teamorganisiertem Doping oder Dopingnetzwerken mehr", schrieb der 41-Jährige in einem Blog auf bicycling.com. "Unser Sport ist besser und sauberer als jemals zuvor. Das ist etwas, von dem ich total überzeugt bin."

Diese Ansicht werde durch ihn selbst gestützt. "Ich bin 41 Jahre alt und immer noch da, immer noch wettbewerbsfähig. Ich glaube ehrlich, dass das so ist, weil unser Sport sauberer ist", schrieb Voigt. Jüngst hatte auch sein früherer Zimmerkollege Bobby Julich die Einnahme des Blutdopingmittels Epo zwischen 1996 und 1998 eingestanden. Voigt war nach eigenen Angaben aber stets sauber unterwegs. "Es gibt nichts zu beichten oder zuzugeben, also bleibt ruhig", schrieb er.

Zugleich brachte Voigt in seinem Blog sein Entsetzen über den Fall Armstrong und die Enthüllungen der US-Anti-Doping-Agentur USADA zum Ausdruck. Wegen systematischen Dopings hatten die USADA und der Radsport-Weltverband UCI Armstrong unter anderem seine sieben Tour-Titel entzogen und lebenslang gesperrt.

"Oh, mein Gott, was für eine Sauerei! Das sieht aus wie eine Lose-lose-Situation, in der alle Beteiligten verlieren - die Fahrer, die Fans, die Medien und die Sponsoren", schrieb Voigt. Es sei schockierend und "fast unglaublich", wie viel Anstrengung und Energie die Leute investierten, damit das System des organisierten Dopings funktioniert habe.