Sydney (SID) - Bei der Veröffentlichung seiner Autobiografie "This is me" hat sich der frühere australische Schwimm-Star Ian Thorpe erneut gegen Gerüchte über seine angebliche Homosexualität gewehrt. "Es wird immer Menschen geben, die skeptisch sind; Menschen, die wollen, dass ich schwul bin, und andere, die versuchen, das gegen mich zu verwenden. Das Thema sollte längst vorbei sein, aber die Leute sind immer noch besessen und suchen nach einer Erklärung, die zu ihrer Meinung passt", heißt es in dem Buch des 30-Jährigen.

Der fünfmalige Olympiasieger kann andererseits aber auch nachvollziehen, was der Ursprung für die Diskussionen über seine sexuelle Orientierung ist. "Ich denke, es kommt daher, dass ich nicht dem gängigen Stereotyp eines australischen Sportlers entspreche. Ich benehme mich wohl anders. Ich bin ein Sonderling; einfach jemand, der zufällig auch gut im Sport ist", sagte Thorpe dem TV-Sender ABC.

In seiner Autobiografie berichtet "Thorpedo", der im Alter von 24 Jahren seine Karriere zunächst beendet hatte und vor den Spielen in London in diesem Jahr beim Comeback in der Olympiaqualifkation gescheitert war, über seinen Kampf gegen schwere Depressionen und räumt massiven Alkoholkonsum ein.

Ursprünglich habe er sein Buch aber als Geschichte über jemanden schreiben wollen, der in den Pool zurückkehrt "und zum Erfolg der Vergangenheit zurückfindet". Das gewünschte Happy End blieb allerdings mit dem verpassten London-Ticket aus. Nun strebt Thorpe die Qualifikation für die WM 2013 in Barcelona an.