Herzogenaurach (SID) - Der Deutsche Skiverband (DSV) hat sich für den vorolympischen Winter ehrgeizige Ziele gesetzt und hofft bei den drei anstehenden Weltmeisterschaften auf eine Medaillenflut. "Wir haben uns in dieser Saison vorgenommen, um die 15, 16 WM-Medaillen zu gewinnen", sagte DSV-Sportdirektor Thomas Pfüller bei der offiziellen Einkleidung in Herzogenaurach: "Wir haben uns immer hohe Ziele gesetzt und werden das auch weiterhin machen."

Geht es nach den Vorstellungen des Verbandes, soll es bei den Biathlon-Weltmeisterschaften im tschechischen Nove Mesto (7. bis 17. Februar 2013) sowie bei der nordischen Ski-WM im italienischen Val di Fiemme (20. Februar bis 3. März 2013) jeweils sechs Medaillen für die DSV-Athleten geben. Das restliche Edelmetall sollen die alpinen Rennläufer bei ihren Titelkämpfen in Schladming/Österreich (4. bis 17. Februar 2013) einfahren.

Nach dem Karriereende der dominierenden Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner stehen vor allem die Biathleten vor einer schwierigen Saison. "Man kann nicht von ihnen erwarten, dass sie immer acht oder zehn Medaillen gewinnen. Man muss auch mal kleinere Brötchen backen", sagte Pfüller, der die Zielstellung trotzdem verteidigte: "Sechs ist nicht zu hoch gestapelt." Bei der Heim-WM in Ruhpolding hatte es im März fünf Mal Edelmetall gegeben.

Von den nordischen Skisportlern wünschte sich Pfüller derweil, dass "Langläufer, Skispringer und Kombinierer bei der Medaillenvergabe beteiligt sind. Wir haben gute Athleten, jetzt müssen sie nur im richtigen Moment das Quäntchen Glück haben." Bei der letzten WM 2009 in Oslo hatten die deutschen Athleten acht Medaillen gewonnen.