Abi Dhabi (dpa) - Mark Webbers unendliche Sehnsucht nach dem ersten Formel-1-Titel für sein Heimatland Australien bleibt wieder mal unerfüllt.

Über drei Jahrzehnte ist es her, dass Alan Jones 1980 «down under» auf der Formel-1-Landkarte nach ganz oben beförderte. Webber will es einfach nicht gelingen. Nicht mal im Red Bull, erst recht nicht gegen Teamkollege Sebastian Vettel.

Zusammen fahren sie seit 2009 für das österreichische Team. Hier der Heppenheimer, 25 Jahre jung und gern mal mit einem spitzbübischen Grinsen, dort der 36 Jahre alte Webber. Markante Gesichtszüge eines Piloten im Spätherbst seiner Karriere. Dauerlächeln gehört nicht zu Webbers Leidenschaften.

Dafür das Dauerduell mit dem Teamkollegen - zwangsläufig. 2010 fuhren sich die Red-Bull-Piloten in der Türkei in die Autos. Beide mussten zum Rapport. Wenig später brüskierte Webber dennoch sein Team. «Nicht schlecht für eine Nummer zwei», betonte Webber via Boxenfunk nach seinem Sieg in Silverstone. In der Pressekonferenz sagte Webber: «Manchmal gibt es da oben eben jemanden.» Er hatte für Vettel auf ein neues Teil verzichten müssen. Dass der Australier jüngst in Indien die Pk vorzeitig verließ, hatte mit dem Dauerduell indes nichts zu tun. Auch wenn die Sehnsucht weiter unerfüllt bleibt.